Lukasgemeinde Kalender

Januar 2012
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Liebe Leserinnen und Leser,                                                                                                                                        der kleine Prinz

Am vergangenen Sonntag haben wir einen Literaturgottesdienst gefeiert.

„Brunnenbegegnungen“ waren das Thema und bei der Suche nach passender Literatur
stieß ich auf Texte aus „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint Exúpery.
Einen dieser Texte hatte ich noch nie so bewusst gelesen:  
„Guten Tag“, sagte der kleine Prinz.  - „Guten Tag“ sagte der Händler.
Er handelte mit höchst wirksamen, durststillenden Pillen. Man schluckte jede Woche eine und spürt überhaupt kein Bedürfnis mehr, zu trinken. - „Warum verkaufst du das?“, fragte der kleine Prinz. „Das ist eine große Zeitersparnis“, sagte der Händler. „Die Sachverständigen haben eine Berechnung angestellt. Man erspart dreiundfünfzig Minuten in der Woche.“ „Und was macht man mit diesen dreiundfünfzig Minuten?“ -  „Man macht damit, was man will…“
„Wenn ich freiundfünfzig Minuten übrig hätte“, sagte der kleine Prinz, „würde ich ganz gemächlich zu einem Brunnen laufen…“

Einige Kapitel zuvor hatte der kleine Prinz von dem Genuss geschwärmt, Wasser aus einem Brunnen zu holen und zu trinken:
„Er trank mit geschlossenen Augen. Das war wie ein Fest. Dieses Wasser war etwas anderes als ein Trunk.
Es war entsprungen aus dem Marsch unter den Sternen, aus dem Gesang der Rolle, aus der Mühe meiner Arme.
Es war gut fürs Herz, wie ein Geschenk.“

Ich habe in der letzte Woche endgültig meinen neuen Kalender „in Betrieb“ genommen und er hat sich mit einem fast erschreckendem Maße bereits gefüllt. So manches Mal hatten meine Gesprächspartner und ich bereits Schwierigkeiten , einen Termin zu finden, an dem alle noch Zeit hatten. Mir kam der Gedanken: Wenn sich mein Kalender im gleichen Tempo weiter füllt, dann könnte jede Form der Zeitersparnis wichtig werden. Und nicht nur mir geht es so, wie ich erlebt hatte!
Würden wir so weit gehen, Wasserpillen zu schlucken, die ein pfiffiger Händler uns anpreist?
Ich hoffe nicht!
In meinen Kalender, so habe ich mir vorgenommen, soll es Brunnenzeiten geben! Und zwar jede Woche! Gut für das Herz und wie ein Geschenk!
Zeit für Besinnung und Ruhe, für Begegnungen, für einen Schluck Brunnenwasser.
Denn ich bin überzeugt davon, dass Gott uns unsere Zeit nicht geschenkt hat, damit wir sie sparen, sondern damit wir sie mit Leben füllen.

Ihre  
Anja Bode
Pfarrerin

 

LukasFORUM

Die Evangelische Kirchengemeinde hat einen Namen: Lukasgemeinde. Diese                                                              LukasForum
Namesgebung ist Zeichen des Aufbruchs, der Menschen in den letzten
Jahren zusammengeführt hat und über Orts- und Kreisgrenzen hinweg immer
mehr zu einer Kirchengemeinde zusammenwachsen lässt.


Das geplante LukasForum am Evangelischen Gemeindezentrum in Glashütten
möchte diese Entwicklung unterstützen und soll in Zukunft, neben unseren vier
Kirchen, ein weiterer Ort der Begegnung sein: ein Platz im Freien – um miteinander
und mit anderen ins Gespräch zu kommen.


Die Einladung, die wir mit dieser Neugestaltung aussprechen, gilt auch
für Sie. Erleben Sie selbst wie dieser Ort gleichzeitig Raum für quirliges Leben
bietet und ein Ort der Erholung, der Besinnung und der Orientierung im Alltag sein kann.

Mit Ihrem Spendenbeitrag für das LukasForum tun Sie etwas Gutes: für
sich selbst und alle anderen Menschen, die in unserer Zeit einen Ort des Gesprächs und der Besinnung suchen.

Wir würden uns freuen, wenn Sie das Projekt, für dessen Realisierung wir 30.000 Euro an zusätzlichen Mitteln
benötigen, mit einem kleinen oder größeren Betrag unterstützen und damit dazu beitragen, dass Evangelische
Kirche auch weiterhin lebendig und sichtbar „vor Ort“ bleibt.

 

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Über Grenzen - Geburtsstunde der Evangelischen Lukasgemeinde


Von Susanne Gross
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Oberrod. „Wir sind Lukas“ hieß die Losung des Tages. Evangelische Gläubige aus Glashütten, Oberems, Schloßborn, Nieder-Oberrod und Kröftel hatten sich in der Kirche von Oberrod versammelt und feierten die Namensgebung ihrer Gemeinde.
„Evangelische Lukasgemeinde Glashütten-Oberrod“ - unter diesem Namen vereinen sich zukünftig die evangelischen Christen der fünf Ortschaften.

„Über 40 Vorschläge wurden eingereicht“, erinnerte sich Pfarrerin Anja Bode. „Wir haben uns für einen Namen entschieden, der lange tragen wird. Kein moderner Name, sondern ein ortsunabhängiger Name, der Heimat- und Identifikationsmöglichkeit über Grenzen hinweg gibt“, erläuterte die Pfarrerin in ihren Ausführungen beim Festgottesdienst und in ihrer Rede beim Gemeindefest im Glashüttener Gemeindesaal. Ausführlich äusserte sie sich über den Prozess der Namensfindung und erläuterte die Beweggründe, Fragen und Bedenken. „Werden wir uns als Luksgemeinde anders fühlen, anders auftreten? Mit der Namensgebung ändern wir auch das Bild der Gemeinde. Wir können nicht wissen, was dies aus uns macht“, sagte sie. Doch Pfarrerin Bode zeigte sich zuversichtlich, dass dieser Impuls ein weiteres Zusammenwachsen der fünf Ortschaften über Ortsgrenzen, Kreisgrenzen, Traditionsgrenzen und über die Grenzen in den Köpfen der Menschen hinweg fördern wird.

Pfarrerin Bode erinnert an die Apostgeschichte. „Dort steht geschrieben, was es bedeutet, sich im Namen von Christus auf den Weg zu machen. Ich hoffe, dass sich unsere Gemeinde nun auf den Weg macht, zur Lukasgemeinde zu werden“, gabe sie der Vielzahl der Besucher mit auf den Weg.

Dekanin Heinke Geiter oblag die Aufgabe der offiziellen Namensgebung. Sie erfüllte exemplarisch die fünf Buchstaben des Namen Kukas mit Sinn: „Jeder wird neu buchstabieren müssen, was das für ihn heißt. Mir fielen spontan die folgenden Worte ein:
Liebe, vor Unheil bewahrt, Kraft, der Blick für die Armen und Segen.

Pfarrvikar Ingo Schütz schlüpfte in die Rolle des Lukas. Er betrat das Kirchenschiff und verkündete: „Wird auch Zeit, dass ich endlich zu Hause angekommen bin. Mein Name steht hier auf dem Klingelschild“. Als er der Gemeinde gewahr wurde, tönte er: „Moment Mal, was macht ihr denn alle hier? Ist das eine Überraschungsparty?“ Schütz forderte die Anwesenden dazu auf, den Traum aus der Apostelgeschichte wahr werden zu lassen: Das Gottes Liebe immer wieder Grenzen durchbricht und überwindet.

Untermalt wurden der Gottesdienst und das Gemeindefest mit musikalischen Beiträgen. So sang der Chor die Jahreslosung 2011 „Lass Dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem“ und verabschiedete die Gläubigen mit dem Gospel „Amen“.

Beim Gemeindefest in Glashütten wurde ein neues Fundraising-Projekt auf den Weg gebracht. Das Gemeindehaus in Glashütten soll um einen Außenraum erweitert werden. In Planung ist der Anbau eines Atriums, wofür die Gemeinde zu Spenden aufrief. Grußworte, weitere musikalische Beiträge auf Klavier und Flöte sowie ein Angebot an Sekt, Fingerfood sowie Kaffee und Kuchen rundeten die Feierlichkeiten anlässlich der Namensgebung ab.

zitiert aus der:  Idsteiner Zeitung

 


 

Gemeindebrief Dezember - März 2012 zum download

Gemeindebrief_März_2012